Mittwoch, 26. März 2008

Am Ende wird alles gut

Zu später Stunde sitze ich im ICE von Düsseldorf nach Köln und fange an den letzten Eintrag für meinen Bahn-Blog zu schreiben. Eine Ära geht heute zu Ende. Acht Monate lang bin ich zwischen Montabaur und Düsseldorf gependelt, was pro Arbeitstag eine Strecke von etwa 260 km auf Schienen bedeutete. Für die meisten meiner Kollegen erscheint das schon unglaublich, aber mit Sicherheit gibt es genug eingefleischte Pendler die mir versichern könnten mein Fall sei noch harmlos. Nun muss ich mir den Schuh anziehen, schon nach einigen Monaten nachgegeben und mir eine Bleibe am Ort meines Arbeitsplatzes gesucht zu haben. Aber was ist schon dabei? Das einzige daran was mich wirklich ärgert ist dass ich die teure BahnCard 100 nun noch bis einschließlich September bezahlen muss und keinen echten Nutzen mehr daraus ziehen kann. Ansonsten gibt es mehr Gründe sich zu freuen: Morgens länger im Bett bleiben, abends früher zuhause sein, kein täglicher Stress durch verspätete oder überfüllte Züge mehr.
Die kommenden 2 Tage habe ich mir zwecks Umzugsvorbereitungen frei genommen, und ab nächster Woche beträgt meine Fahrtzeit zur Arbeit per S-Bahn nur noch 12 Minuten. Aber über kurz oder lang werde ich mir wohl wieder einen fahrbaren Untersatz zulegen und mich - zumindest für die täglichen Wegstrecken - unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln machen.

Zu den heutigen Bahnfahrten gibt es im Grunde nicht allzu viel zu meckern. Morgens nahm ich wieder den ICE zur regulären Zeit. Er kam ein paar Min verspätet in Montabaur an, holte das aber bis Köln wieder auf. Der Doppelsitz, den ich mir am Anfang gesichert hatte, wurde mir unmittelbar wieder 'weg geschnappt'. Ich setzte mich weiter vorne strategisch günstig auf einen Gangplatz, um in Siegburg die frei gewordenen Sitze direkt gegenüber belegen und dort in Ruhe frühstücken zu können. Dem schier endlosen Redefluss des Afro-Laberers konnte ich zum wahrscheinlich letzten mal lauschen. In D.dorf erreichte ich noch die 8:45er S-Bahn und war zur üblichen Zeit im Büro. Da für den Abend ein gemeinsames Essen angesetzt war, musste ich die spätestmögliche Verbindung nach Montabaur nutzen. In D.dorf erwischte ich unerwartet noch den ICE nach Köln um 22:09. Dort war die Wartezeit etwas länger, vor allem weil mein Anschlusszug wie fast immer auf den IC aus Hamburg wartete... bis jener nach einigen Min Aufenthalt wieder abgefahren war. Werde dadurch natürlich etwas später in Montabaur sein, aber das ist mir heute mal relativ egal weil ich morgen früh ausschlafen kann. Was mich ein wenig nervt sind die leicht angetrunkenen jungen Mädels ein paar Reihen hinter mir, die sich viel zu laut unterhalten und jetzt zu allem Überfluss noch ihre Handy-Musiksammlung ertönen lassen. Man merkt dass noch Osterferien sind... Übrigens bin ich kein Fan des Kuschelsongs.

Auch wenn das hier vielleicht ein bisschen endgültig rüber kommt, kann ich nur versichern dass die Bahn mich als (mehr oder weniger) treuen Kunden so bald nicht verlieren wird. Allerdings werden Langstreckenfahrten fast nur noch an Wochenenden stattfinden. Der alltägliche ICE-Spaß ist definitiv Geschichte - vorerst zumindest. Man weiß ja nie was die Zukunft noch alles bereit hält. So lange ich noch meine teure Netzkarte besitze werde ich versuchen diese noch so gut es geht auszunutzen - auch wenn sich die monatlichen 320 Euro in der restlichen Laufzeit nicht mehr rechtfertigen lassen werden.

Nun kommen wir aber wirklich zum Ende. Ich möchte allen regelmäßigen und gelegentlichen Lesern dieses Blogs für das Interesse danken und hoffe für die eine oder andere kurzweilige Minute gesorgt zu haben. Auf jeden Fall soll gesagt bleiben: Bahn fahren ist ein Erlebnis.
Man sieht sich! Vielleicht in einem anderen Blog oder sonst wo. Bis dahin alles Gute! Liebe Grüße
Niko

Dienstag, 25. März 2008

Langer Tag

Ostern ist nun vorbei, und was bleibt mir - ein fetter Schnupfen! Darauf konnte ich aber keine Rücksicht nehmen. Da ich am Abend noch Termine hatte und deshalb etwas früher von der Arbeit verschwinden musste, war ich dort auch am Morgen entsprechend früher erschienen und hatte zu dem Zweck den 6:37er ICE genommen.
Montabaur war ein wenig eingeschneit, aber den Weg zum Bahnhof brachte ich ohne Stürze hinter mich. Die Fahrt war relativ ruhig. Passend dazu ließ ich mich von Schiller-Klängen einlullen. Damit vergeht eine Zugfahrt im wahrsten Sinn wie im Flug. D.dorf wurde pünktlich erreicht.

Auch über die Rückfahrt gibt es nichts zu klagen. Ich nahm den durchgehenden ICE um 20:22 und konnte mir so das Umsteigen sparen. Wenn er gleich in Deutz pünktlich abfährt, werde ich auf jeden Fall vor halb zehn zuhause sein. Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu.

Donnerstag, 20. März 2008

Angenehm überrascht

Für den heutigen Tag hatte ich schon Schlimmes befürchtet, was das Bahn-fahren angeht. Es ist ja eigentlich absehbar dass gerade vor Feiertagen wesentlich mehr Menschen durch die Republik reisen als sonst. Aber die Auswirkungen dieser regelmäßigen 'Massenwanderung' bekam ich fast gar nicht zu spüren. Was mir aufgefallen ist sind die für den heutigen Tag geänderten Fahrtstrecken und die zusätzlich eingesetzten Züge. Offensichtlich reagiert die Bahn sinnvoll auf ein erhöhtes Fahrgastaufkommen - zumindest im Fernverkehr.

Ich gelangte am Morgen pünktlich und einigermaßen entspannt nach D.dorf. Sonst gibt es dazu nichts zu sagen.
Am Abend schien am Hbf ein bisschen Unordnung zu herrschen, aber zumindest hatte man einen Eindruck von halbwegs funktionierender Organisation. Der kurz vor meinem ICE verkehrende RE war etwas verspätet, und am Gleis gegenüber fuhr ein völlig außerplanmäßiger IC ein, der das Ziel Köln hatte und meinen ICE überholen lassen musste. Dieser war nur ca 5 Min zu spät. Mal wieder funktionierten die Reservierungsanzeigen nicht, und so wurde mir der Gangplatz auf dem ich mich niedergelassen hatte einen Augenblick später schon wieder von einer jungen Frau streitig gemacht - und das mit den Worten 'Der Sitz Nr 47, der gehört mir'. Darauf konnte ich mir nicht verkneifen zu fragen 'Haben Sie den gekauft?'
Somit ergriff ich die Flucht und machte es mir weiter hinten auf dem Fußboden bequem. Kurz darauf kam eine sehr nette und herzliche niederländische Zugbegleiterin mit extremem Akzent vorbei. Sie half mit Hingabe einer Passagierin, die in dem in D.dorf überholten Zusatzzug ihren Geldbeutel mit der Fahrkarte verloren hatte, indem sie einen Kollegen in jenem Zug anrief und mit ihm zusammen das Problem löste. Interessanterweise waren noch 2 weitere Geldbeutel gefunden worden...
In Köln drängelte sich die freundliche Holländerin vor um als erstes aussteigen zu können. Der Grund war leicht zu erkennen - am Bahnsteig stand ihr Liebster, den sie auch sofort heftig umarmte.
Mein Anschlusszug strotzte vor Pünktlichkeit. Heute fährt er ausnahmsweise statt nach Nürnberg die ganze Strecke bis München. In Montabaur musste er offenbar etwas länger stehen bleiben, da ein anderer verspäteter ICE ihn überholen sollte. Kann mir aber alles egal sein. Bin jetzt zuhause und kann mich auf ein Oster-Wochenende (hoffentlich) ohne Bahnfahrten freuen.

In diesem Sinne - allen Lesern fröhliche Feiertage! Bis Dienstag.

Mittwoch, 19. März 2008

Sinnlose Zeitverschwendung

Nein nein - bitte keine falschen Schlüsse aus der Überschrift ziehen! Über die Bahn will ich mich heute gar nicht beschweren, obwohl das Thema Zeit dort oft auch ziemlich heikel gehandhabt wird. Auch wenn das Folgende vielleicht nicht hier her gehört, möchte ich es nicht unerwähnt lassen.
Heute nahm ich den früheren ICE nach D.dorf, weil ich um 8:30 dort einen Arzttermin hatte (nur ein harmloses Vorgespräch für eine anstehende OP). Da der Zug schon 50 Min früher am Hbf ankam, musste ich die Zeit bis dahin erst mal überbrücken. Zu dem geplanten Gespräch mit dem Chirurgen kam es allerdings nicht mehr, da ich nach 75 Min sinnlosen Herum-Sitzens im Wartezimmer die Faxen dicke hatte und die Praxis mit erhöhtem Puls aber ohne Folgetermin wieder verließ. Es mag Personen geben, die wirklich nichts besseres zu tun haben als sich den halben Vormittag mit Lesezirkel-Heften zu bespaßen. Zu jenen gehöre ich nicht und bin höchst verärgert eine Stunde Schlaf plus eine Stunde Arbeitszeit ohne eine Gegenleistung geopfert zu haben.

So viel zum off-topic Part für heute... Ansonsten lief alles ziemlich glatt für mich. Als ich am Abend den Bahnsteig erreichte stand dort noch der IC nach Stuttgart, der 20 Min vorher schon hätte abfahren sollen. Der eigentlich 5 Min vorher geplante RE nach Aachen tauchte gar nicht auf. Statt dessen kam direkt mein ICE. Verwirrenderweise war auf den Anzeigetafeln 'Zug fällt aus' zu lesen, während er in den Bahnhof einfuhr. Ich fand einen Sitzplatz am Gang und war zur planmäßigen Zeit in Köln. Der Anschlusszug fuhr auch pünktlich ab und müsste nun in wenigen Minuten in Montabaur sein.
Nur einen Tag noch überstehen, dann steht ein langes Bahn-freies Oster-Wochenende an!

Dienstag, 18. März 2008

Zu viele Leute

An Tagen wie heute wäre es mir am liebsten die meisten Menschen würden sich nicht näher als etwa 5 Meter an mich heran wagen. Warum heute im Gegensatz zu gestern der Zug morgens schon so voll war ist mir nicht ganz klar. Jedenfalls blieb mir erstmal nichts anderes als mich an einen Tischplatz am Gang zu quetschen. Da meine Sitznachbarn alle ziemlich konservativ wirkten wagte ich es nicht meine Kopfhörer in Betrieb zu nehmen und eventuelle verbale Auseinandersetzungen zu riskieren. Zum Glück stiegen in Siegburg einige Passagiere aus, und so konnte ich dort auf einen ruhigen Doppelsitz umziehen.

Am Abend hatte der ICE wieder ein paar Min Verspätung und fuhr zudem in 'umgekehrter Wagenreihung'. Deshalb stieg ich weiter hinten ein als sonst, in weiser Voraussicht in Bezug auf das Aussteigen in Köln. Im Waggon saßen erstaunlich wenige Fahrgäste. Auf der Hohenzollernbrücke wurde der fast obligatorische Panorama-Halt eingelegt bevor der Zug gemächlich in den Hbf rollte. Mein Plan weiter hinten auszusteigen war heute nicht von Erfolg gekrönt, da die Rolltreppe zur Halle außer Betrieb war. Durch die Verspätung verkürzte sich immerhin meine Wartezeit auf den Anschlusszug auf ein Minimum.
Auch jener ist relativ voll geworden. Schräg gegenüber sitzt ein stylishes junges Pärchen, das am Anfang der Fahrt in einen Foto-Wahn verfiel und ein regelrechtes Blitzlichtgewitter veranstaltete. Jetzt haben die beiden wohl die angemessene Ruhe gefunden. Immerhin geht ihre Fahrt offenbar noch bis zur Endstation Nürnberg.

Wow, die Hälfte meiner Arbeitswoche ist nun überstanden. Hoffe inständig der Rest vergeht ohne den totalen Riesen-Stress.

Montag, 17. März 2008

Anstrengend oder nicht

Ein ziemlich nervenaufreibender Tag ist bald zu Ende. Möglicherweise wird die ganze Woche so werden. Immerhin hat die Bahn heute nichts dazu beigetragen. Deshalb gibt es hier gar nicht viel zu schreiben. Für einen Montag Morgen war der ICE verhältnismäßig wenig besetzt. Vermutlich haben viele Pendler diese Woche Urlaub genommen. Ich war jedenfalls sehr pünktlich auf der Arbeit.
Der internationale ICE war am heutigen Abend eher voll, und da ich mir nicht direkt den erstbesten Sitzplatz sicherte war kurz darauf alles belegt. Somit wurde wieder der halbwegs bequeme Teppichboden vor der Ausstiegstür für 20 Min mein Domizil.
Der Anschlusszug fuhr ein wenig verspätet in Köln ab und ist relativ gut gefüllt. Er schaffte es immerhin das Stadtgebiet hinter sich zu lassen ohne zwischendurch anzuhalten. Eigentlich sollte ich damit zur gewöhnlichen Zeit zuhause sein.

Freitag, 14. März 2008

Happy End

Zwar war der heutige Tag zum Teil sehr nervenaufreibend, aber zumindest was meine Bahnfahrten betrifft ist die Woche relativ angenehm zu Ende gegangen. So nach und nach pendelt sich die Lage wohl ein, und die Loks scheinen wieder weit gehend besänftigt zu sein.
Auch der Wetterumschwung, der im Lauf des Tages stattgefunden hat, ist beachtlich. Musste ich am Morgen noch im Nieselregen über den versumpften Feldweg stapfen, kann man jetzt eine Art goldenes 'Herbst'-Wetter genießen.

Das einzig Erwähnenswerte vom Morgen ist der Afrikaner mit der Handy-Flatrate, der sich diesmal direkt mir gegenüber platzierte. Heute war er nicht ganz so laut und sprach außerdem während der ersten Viertelstunde nur Französisch. Der Zug war pünktlich in D.dorf.

Entgegen meiner Erwartungen schaffte ich es fast zur üblichen Freitags-Zeit das Büro zu verlassen und konnte die in der Regel angenehme Verbindung über Köln-Deutz nutzen. Das klappte auch eigentlich prima. Zwar musste ich die erste Etappe stehend verbringen, doch dafür bekam ich in Deutz einen direkten Anschluss zum Hbf. Dort belegte zwar eine defekte S-Bahn vorübergehend noch das Gleis, war aber rechtzeitig wieder weg um dem ICE Platz zu machen. In dem sitze ich jetzt und warte dass er in Montabaur eintrifft. Das sollte er auch ohne Verspätung schaffen.
Also denn... bis Montag!

Donnerstag, 13. März 2008

Lok-Streik

Wie seit letzten Sonntag bekannt ist sind die deutschen Lokführer diese Woche nicht in den Streik getreten. Jedoch scheinen die Loks selbst sich entschieden zu haben einen systematischen Ausstand zu organisieren. Wie sonst lässt sich erklären dass ausgerechnet seit Montag auffällig viele 'Triebfahrzeugsstörungen' bzw. '-schäden' auftreten und dem geregelten Bahnverkehr empfindlich zusetzen. Noch in keiner Woche habe ich dies in so massenhafter Form beobachten können. Heute morgen wurde der bisherige Höhepunkt erreicht. Als ich vor Verlassen des Hauses wie gewohnt online die Abfahrtstafel checkte, zeigte diese für den ICE 824 'pünktlich' an. Und als ich den Bahnsteig erreichte hatte sich daran auch nichts geändert. Doch kurz darauf ging der typische Verspätungs-Poker los. Am Anfang waren es 10 Min, kurz darauf 10-15, gefolgt von 25, und schließlich 35-40 Minuten. In Wirklichkeit verließ der Zug Montabaur dann 33 Min hinter Plan. Aufholen konnte er davon bis D.dorf fast nichts und lief dort etwa eine halbe Stunde zu spät ein.

Im Lauf des Tages warf ich immer wieder mal einen Blick auf die aktuelle Lage am Hbf, und musste meistens sehr viel rot sehen - was für Verspätungen, Ausfälle etc steht. Auch kurz vor Feierabend keine Verbesserung. Der ICE aus Amsterdam war mit ca 15 Min gelistet. Das war mir zu riskant, und so quetschte ich mich wieder mal bis Köln in den RE, der übrigens auch ca 8 Min zu spät dort ankam. An Gleis 4 war der voraus gehende Zug zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal eingetroffen, aber zum Glück war Gleis 5 direkt gegenüber gerade nicht belegt, und so konnte mein ICE dort einfahren und sich pünktlich wieder in Bewegung Richtung Süden setzen. Bald bin ich zuhause und habe die Arbeitswoche fast überstanden.

Mittwoch, 12. März 2008

Sturm

Heute war das Wetter den Deutschen nicht so wohl gesonnen, und auch für die Bahn zählte der Tag sicher nicht zu den angenehmeren. Auf meinen bisherigen Fahrtstrecken hat es zum Glück keinen Vorfall gegeben. Im Internet war von so abenteuerlichen Dingen wie einem Trampolin auf den Gleisen zu lesen, das einen ICE zur Notbremsung zwang. Bei Aachen wurde ein kompletter Streckenabschnitt lahm gelegt, weil es wohl die Oberleitungen zerfetzt hatte. Naja, wie gesagt ging für mich alles mehr oder weniger gut.

Am Morgen glaubte ich einen ruhigen Platz gefunden zu haben... bis in Siegburg der Afro-Telefonierer einstieg und sich ausgerechnet direkt hinter mir niederließ. Trotz erhöhter Lautstärke auf meinen Kopfhörern ließ sich sein penetrantes Gelaber nicht vollständig übertönen. Ich versuchte zwar krampfhaft nicht hinzuhören, schnappte aber folgenden geistreichen Satz auf: 'Je größer das Tier desto schlechter die Fleisch'. Aaaah - Busch-Weisheiten am frühen Morgen! Immerhin war der Zug zeitig in D.dorf.

Die Heimfahrt war im Vergleich zu gestern weniger stressgeladen, wenn auch nicht alles nach Plan lief. Noch im Büro konnte ich absehen dass der ICE aus Holland mich nicht rechtzeitig nach Köln würde bringen können, da er 20 Min hinter seiner Zeit lag. Der RE nach Aachen (bzw. heute Eschweiler) sollte pünktlich fahren, und so nahm ich eine S-Bahn zum Hbf um ihn zu erreichen. Das ging beinahe schief, da die S7 sich sehr viel Zeit ließ für die paar hundert Meter Fahrtstrecke. Der Regionalzug wurde erst mal extrem voll, aber ab Benrath konnte ich sitzen und lesen.
In Köln herrschte Normalzustand. Mein Zug ist pünktlich abgefahren und ungewöhnlich flott aus der Stadt hinaus gekommen. Wenn in den nächsten 10 Min nicht noch ein Unglück geschieht werde ich heute zur normalen Zeit zuhause sein.

Dienstag, 11. März 2008

Fragen kost nix

Wer weiß wie der heutige Tag verlaufen wäre wenn ich zu schüchtern gewesen wäre fremde Leute mit Fragen zu löchern... Später mehr dazu.

Am Morgen ging alles so weit glatt. Der ICE war nicht allzu voll belegt, und es war dem entsprechend ruhig. Ich war erstaunlich früh schon im Büro.

Am Abend sah die Lage ziemlich anders aus. Online wurden für meinen Zug nur 2 Min Verspätung angezeigt, kurz bevor ich mich zum Bahnhof in Bewegung setzte. Dort stand auf Gleis 16 noch der RE nach Aachen und wollte sich partout nicht fort bewegen. Der Service-Mensch auf dem Bahnsteig schien sichtlich genervt zu sein und lief immer wieder zwischen seinem Kabuff und verschiedenen Türen des Zugs hin und her. Es gab keine Lautsprecherdurchsage. Als der RE irgendwann endlich abgefahren war, zeigten die Tafeln meinen ICE mit 10 Min Verspätung an. Doch diese verstrichen ohne weitere Ankündigungen. Mir begann etwas der Kamm zu schwellen. Dann wurde plötzlich auf 20 Min korrigiert. Ich drehte mich auf dem Absatz um und ging schnurstracks zu dem Service-Mann um ihm kurz meine Forderung nach einem Anschluss in Köln zu schildern. Zuerst meinte er dort herrsche auch gerade das totale Chaos, hängte sich aber dann ans Telefon und gab meinen Fall zu den Kollegen in Köln durch. Damit war mir erst einmal geholfen. Der ICE fuhr mit fast 25 Min Verspätung in D.dorf ab. Nur einen Augenblick vor der Ankunft in Köln wurde dann durchgesagt der Anschluss an den ICE 821 würde nicht erreicht. Wieder ohne zu zögern eilte ich zu dem Service-Kabuff im Speisewagen und verlangte einen Beleg für den verpassten Anschluss. Ein etwas perplexer Niederländer stellte mir diesen handschriftlich auf einem Reiseplan aus, doch zeitgleich erklärte sein Kollege, es bestünde die Möglichkeit dass der Zug in dem ich mich gerade befand auf dem Weg nach Frankfurt zusätzlich in Montabaur halten könnte. In Köln wurde dies mit der Transportleitung abgeklärt. Ich blieb im Zug an der offenen Tür stehen und wartete. Schließlich ertönte die erlösende Ansage, und ich konnte mir wieder einen Platz zum Sitzen suchen. Auch im Zug wurden kurz nach der Abfahrt noch einmal die zusätzlichen außerplanmäßigen Halte in Montabaur und Limburg vermeldet. Alles in allem war ich so nur eine knappe Viertelstunde später zuhause. Vielleicht zum Teil dank meines persönlichen Einsatzes...?