Dienstag, 11. März 2008

Fragen kost nix

Wer weiß wie der heutige Tag verlaufen wäre wenn ich zu schüchtern gewesen wäre fremde Leute mit Fragen zu löchern... Später mehr dazu.

Am Morgen ging alles so weit glatt. Der ICE war nicht allzu voll belegt, und es war dem entsprechend ruhig. Ich war erstaunlich früh schon im Büro.

Am Abend sah die Lage ziemlich anders aus. Online wurden für meinen Zug nur 2 Min Verspätung angezeigt, kurz bevor ich mich zum Bahnhof in Bewegung setzte. Dort stand auf Gleis 16 noch der RE nach Aachen und wollte sich partout nicht fort bewegen. Der Service-Mensch auf dem Bahnsteig schien sichtlich genervt zu sein und lief immer wieder zwischen seinem Kabuff und verschiedenen Türen des Zugs hin und her. Es gab keine Lautsprecherdurchsage. Als der RE irgendwann endlich abgefahren war, zeigten die Tafeln meinen ICE mit 10 Min Verspätung an. Doch diese verstrichen ohne weitere Ankündigungen. Mir begann etwas der Kamm zu schwellen. Dann wurde plötzlich auf 20 Min korrigiert. Ich drehte mich auf dem Absatz um und ging schnurstracks zu dem Service-Mann um ihm kurz meine Forderung nach einem Anschluss in Köln zu schildern. Zuerst meinte er dort herrsche auch gerade das totale Chaos, hängte sich aber dann ans Telefon und gab meinen Fall zu den Kollegen in Köln durch. Damit war mir erst einmal geholfen. Der ICE fuhr mit fast 25 Min Verspätung in D.dorf ab. Nur einen Augenblick vor der Ankunft in Köln wurde dann durchgesagt der Anschluss an den ICE 821 würde nicht erreicht. Wieder ohne zu zögern eilte ich zu dem Service-Kabuff im Speisewagen und verlangte einen Beleg für den verpassten Anschluss. Ein etwas perplexer Niederländer stellte mir diesen handschriftlich auf einem Reiseplan aus, doch zeitgleich erklärte sein Kollege, es bestünde die Möglichkeit dass der Zug in dem ich mich gerade befand auf dem Weg nach Frankfurt zusätzlich in Montabaur halten könnte. In Köln wurde dies mit der Transportleitung abgeklärt. Ich blieb im Zug an der offenen Tür stehen und wartete. Schließlich ertönte die erlösende Ansage, und ich konnte mir wieder einen Platz zum Sitzen suchen. Auch im Zug wurden kurz nach der Abfahrt noch einmal die zusätzlichen außerplanmäßigen Halte in Montabaur und Limburg vermeldet. Alles in allem war ich so nur eine knappe Viertelstunde später zuhause. Vielleicht zum Teil dank meines persönlichen Einsatzes...?

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