Mittwoch, 12. März 2008

Sturm

Heute war das Wetter den Deutschen nicht so wohl gesonnen, und auch für die Bahn zählte der Tag sicher nicht zu den angenehmeren. Auf meinen bisherigen Fahrtstrecken hat es zum Glück keinen Vorfall gegeben. Im Internet war von so abenteuerlichen Dingen wie einem Trampolin auf den Gleisen zu lesen, das einen ICE zur Notbremsung zwang. Bei Aachen wurde ein kompletter Streckenabschnitt lahm gelegt, weil es wohl die Oberleitungen zerfetzt hatte. Naja, wie gesagt ging für mich alles mehr oder weniger gut.

Am Morgen glaubte ich einen ruhigen Platz gefunden zu haben... bis in Siegburg der Afro-Telefonierer einstieg und sich ausgerechnet direkt hinter mir niederließ. Trotz erhöhter Lautstärke auf meinen Kopfhörern ließ sich sein penetrantes Gelaber nicht vollständig übertönen. Ich versuchte zwar krampfhaft nicht hinzuhören, schnappte aber folgenden geistreichen Satz auf: 'Je größer das Tier desto schlechter die Fleisch'. Aaaah - Busch-Weisheiten am frühen Morgen! Immerhin war der Zug zeitig in D.dorf.

Die Heimfahrt war im Vergleich zu gestern weniger stressgeladen, wenn auch nicht alles nach Plan lief. Noch im Büro konnte ich absehen dass der ICE aus Holland mich nicht rechtzeitig nach Köln würde bringen können, da er 20 Min hinter seiner Zeit lag. Der RE nach Aachen (bzw. heute Eschweiler) sollte pünktlich fahren, und so nahm ich eine S-Bahn zum Hbf um ihn zu erreichen. Das ging beinahe schief, da die S7 sich sehr viel Zeit ließ für die paar hundert Meter Fahrtstrecke. Der Regionalzug wurde erst mal extrem voll, aber ab Benrath konnte ich sitzen und lesen.
In Köln herrschte Normalzustand. Mein Zug ist pünktlich abgefahren und ungewöhnlich flott aus der Stadt hinaus gekommen. Wenn in den nächsten 10 Min nicht noch ein Unglück geschieht werde ich heute zur normalen Zeit zuhause sein.

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